Der Kikkebjerg auf Fanø

Der Kikkebjerg ist mit seinen 17 Metern über dem Meeresspiegel einer der höchsten Berge auf Fanø. Auf dem Gipfel gibt es eine Aussichtsplattform mit einem Lotsenhaus, einem Fahnenmast, einem Kontrollstein und einem in den Boden eingelassenen Kompass.

Oben angekommen bekommt man einen tollen Ausblick über den Norden der Insel mit seiner schönen Natur und der Nähe zum Festland in Esbjerg.

Der Kikkebjerg auf Fanø mit dem Lotsenhaus

Die Lage vom Kikkebjerg

Der Kikkebjerg liegt im Norden der Insel und ist in Nordby über den Kikkebjergvej erreichbar. Bei einer Anreise mit dem Auto empfiehlt es sich, das Auto hier abzustellen und die restlichen Meter den Nørrebjergvej zu Fuß hinauf zu laufen. 

Bei einer Anreise mit dem Fahrrad, kann fast bis ganz nach oben gefahren oder geschoben werden. Obwohl der Berg relativ einfach zu finden ist, gilt er trotzdem eher als Geheimtipp.

Übrigens: Die höchste Berg der Insel ist der Pælebjerg.

Das Lotsenhaus auf dem Kikkebjerg

Durch den guten Blick auf die Fahrrinne zwischen Fanø und Esbjerg (Grådyb) wurde das Lotsenhaus oder „Lodsehuset“ im 17. und 18. Jahrhundert von freiwilligen „Bekannten“ genutzt, um Ausschau nach Schiffen zu halten, welche zwischen der Halbinsel Skallingen und Fanø hindurchfuhren. Meistens haben diese Aufgabe Fischer übernommen. 

Da diese Stelle durch die Strömungen und die Sandbänke sehr schwierig zu passieren war, boten die Lotsen ihre Hilfe gegen eine gute Bezahlung an und führten die Schiffe schließlich sicher durch die schwierige Fahrrinne.

Lotsenhaus auf Fanø

Angeblich gab es 1815 sogar Beschwerden von norwegischen Seeleuten, über die schlechten Verhältnisse und Wucherpreise der Lotsen auf Fanø. 

Kommunikation mit Esbjerg

Wenn es im Winter für die kleinen Lotsenkutter von Nordby zu schwierig wurde zu fahren, diente das Lotsenhaus übrigens als Aussichtsposten für die Lotsen in Esbjerg, welche einen größeren Dampfer hatten.

Mit einer Flagge an dem Mast auf dem Kikkebjerg wurde den Lotsen in Esbjerg signalisiert, dass ein Schiff auf dem Weg war.

Kompass auf dem Boden

Übrigens: Ab dem 19. Jahrhundert leiteten festangestellte Lotsen das Lotsenhaus und mit der Gründung des Hafens in Esbjerg wurde ein organisiertes Lotsenwesen eingeführt. 

Als nach und nach Esbjerg die Schifffahrt übernahm, schloss das Lotsenhaus auf Fanø und wurde von nun an der Geschichte wegen weiterhin in Stand gehalten. Das Lotsenhaus auf der Aussichtsplattform ist ein Nachbau aus dem Jahr 2001, da das ursprüngliche Haus 1999 einem Sturm zum Opfer fiel.

Die Aussicht

Auf dem Berg hat man einen tollen Rundumblick über den Norden Fanøs. Die umliegende Kikkebjerg-Plantage bietet eine Menge Natur, mit vielen Bäumen, der für Fanø typischen Heide und den tollen Dünen. Ein schöner Ort um einfach mal durchzuatmen und zu genießen! 

Zudem hat man einen Blick auf das Wasser und bis an das Festland in Esbjerg.

Aussicht vom Kikkebjerg

Fazit

Vom Kikkebjerg aus erhält man einen wunderschönen Ausblick über den Norden Fanøs und hinüber ans Festland. Dieser Ort ist aber nicht nur schön, sondern er erzählt auch die Geschichte der Schifffahrt, welche sich auf der ganzen Insel finden lässt. 

Ein Ausflug lässt sich perfekt mit einer Fahrradtour oder einer kleinen Wanderung durch Nordby verbinden.

Tipp: In Nordby beginnt auch die Suche nach dem Troll auf Fanø

Kikkebjerg Kontrollstein