Fannikertage in Nordby: Wenn Fanø seine Wurzeln feiert

Die Fannikertage (dänisch: „Fannikerdagen”) finden jedes Jahr am zweiten Juli-Wochenende statt. Die nächsten Fannikertage finden vom 10.07.2026 bis zum 12.07.2026 in Nordby auf Fanø statt.

An diesem besonderen Wochenende präsentieren die Bewohner Nordbys, die sogenannten Fanniker, ihre lebendige Kultur. In historischen Trachten feiern sie mit eigenem Volkstanz und lokaler Volksmusik ihre Wurzeln. Der Höhepunkt der Fannikertage ist die symbolische Heimkehr der Seemänner, die in einer festlichen Hochzeitszeremonie gipfelt.

Fannikertage
© Jan Vejvad Christensen
Das Wichtigste in Kürze:
  • Tradition: Die Fannikertage sind eine traditionelle Veranstaltung auf Fanø und finden jährlich am zweiten Juli-Wochenende statt.

  • Kultur: Das Fest umfasst traditionelle Trachten, Volkstänze, lokale Musik, die Rückkehr der Seemänner und eine Hochzeitsfeier.

  • Programm: Das Programm beinhaltet Tanzvorführungen, kulinarische Spezialitäten, Wettbewerbe und vieles mehr.

  • Bedeutung. Die Fannikertage reflektieren die Freiheit, Unabhängigkeit der Inselbewohner und die Bedeutung der Schifffahrt für Fanø. Auch Urlauber können teilnehmen.

Inhaltsverzeichnis (ausklappen/einklappen)

Fannikertage 2026 - Das Programm

Vom 10. bis 12. Juli wird Nordby wieder zum Mittelpunkt lebendiger Tradition: Direkt am Hafen bei den Parkplätzen an der Fanø Fähre entsteht der Festplatz der Fannikertage mit dem Tanzzelt (Danseteltet) und dem Kaffeezelt (Kaffeteltet) als Herzstücke des Geschehens. Hier wartet ein vielseitiges Programm mit Musik, Tanz, Trachten, Ausstellungen und Aktivitäten für Groß und Klein.

PROGRAMM:

  • Programm steht noch nicht fest.

PROGRAMM:

  • Programm steht noch nicht fest.

PROGRAMM:

  • Programm steht noch nicht fest.

Hinweis: Das genaue Programm für 2026 wird kurz vor dem Event hier ergänzt.

Jährliche Programm-Highlights

Fannikertage 2022
© Fanø Posten / Finn Arne Hansen

Impressionen der Fannikertage

© Fanø Posten / Finn Arne Hansen

Traditionelle Trachten bestaunen und ausleihen

Die Fanniker tragen bei den Fannikertagen ihre tollen und traditionellen Trachten. Sie bestehen in der Regel aus Rock, Jacke, Schürze und Kopfbedeckung.

Beim Verein Foreningen Fannikerdagen kann man die traditionellen Kostüme ausleihen. Gerade für Mädchen und Frauen gibt es eine große Auswahl. Aber auch für Jungen und Herren gibt es eine kleine Anzahl an Anzügen.

Das Anlegen der Trachten erfordert ein wenig Übung und Fingerfertigkeit.

Frau wird eine Fanniker Tracht angezogen
© Mette Berg-Jensen

Geschichte der Fannikertage

Bereits seit 1953 werden die Fannikertage im Bezug zu den traditionellen Werten der Insel veranstaltet. Die Erlöse flossen in der Vergangenheit unter anderem in historische Häuser in Nordby und das Museum der Insel. 

Besonders das Thema Freiheit und Unabhängigkeit in Verbindung mit der damalig belebten Schifffahrt der Insel wird bei den Fannikertagen thematisiert.

Übrigens: Sønderho hat ebenfalls einen Feiertag, um die Traditionen und Geschichte der Insel zu huldigen, den sogenannten Sønderhotag.

Fannikerdagen
© Jan Vejvad Christensen

Freiheit und Unabhängigkeit

Fanø sollte 1741 in Ribe versteigert werden. Den Fannikern gelang es jedoch die Insel freizukaufen, dem vorherrschenden stavnsbånd somit zu entfliehen und mit ihren eigenen Schiffen auf große Reise gehen zu dürfen. 

Hierfür sollen Vertreter von Sønderho und Norby mit ihren Frauen nach Ribe gereist sein und mit einer List mehrere Kaufleute vom Kauf Fanøs abgehalten haben, um selbst den Zuschlag zu bekommen.

Fanniker an einem Boot
© Jan Vejvad Christensen

So haben sie einige Türen der Zimmer von potenziellen Käufern kurzerhand verriegelt

Beim stavnsbånd wurde es jungen Männern verboten das Land, auf dem sie geboren wurden, zu verlassen. 

Das sollte dazu beitragen, die Landwirtschaftskrise in Dänemark zwischen 1733 und 1800 zu stoppen.

Mehrere Fanniker sind bereit zum Tanzen
© Jan Vejvad Christensen

Schiffahrt auf Fanø

Die Schifffahrt prägte Fanø im 18. und 19. Jahrhundert maßgeblich und sicherte das Überleben vieler Inselbewohner.

  • Berufe: Zahlreiche Fanniker arbeiteten im Schiffsbau oder fuhren zur See.
  • Einflüsse: Mitgebrachte Andenken, Geschirr und Lebensmittel aus aller Welt bereicherten das Inselleben.
  • Höhepunkt: Der Schiffbau begann um 1760 und erreichte seinen Höhepunkt etwa 1850 mit rund neun Schiffbaumeistern auf der Insel.
  • Sønderho: Auch im Hafen von Sønderho wurden Schiffe gebaut und in alle Welt entsandt.
  • Wandel: 1896 verließ das letzte Schiff eine Werft auf Fanø – Grund war der Wandel hin zu Eisen- und Stahlschiffen.
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Fazit: Die Fannikertage sind das Herzstück der Inselkultur

Das traditionelle Fest lässt nicht nur die Herzen der Bewohner Nordbys höherschlagen, sondern ist auch für Menschen, die nicht von Fanø kommen ein schönes Erlebnis. Es lässt sich wunderbar mit einem Urlaub in einem der Ferienhäuser auf Fanø verbinden. 

Jeder kann teilnehmen und sich sogar in traditioneller Tracht präsentieren. Das mag zwar ungewohnt sein, macht aber auch richtig Spaß. Insgesamt lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall.

Fanniker Days
© Jan Vejvad Christensen
  • Infos: fannikerdagen.dk
  • Fotos: Jan Vejvad Christensen, Mette Berg-Jensen & Fanø Posten (Finn Arne Hansen)
Über den Autor
Marco war das erste Mal auf Fanø als er gerade einmal sieben Monate alt war. Seit mehr als 25 Jahren kehrt der gebürtige Bremer so oft es geht zurück auf die Insel. Seit 2019 teilt er hier bei Fanø Reisen seine ungebrochene Begeisterung zur einzigartigen Nordseeinsel Fanø in aktuellen und zeitlosen Artikeln.
Autor Marco auf einer Bunkertour
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