Mehrere Pottwale vor Fanø gestrandet

News – Am Freitag, 20. Februar 2026, sind vier Pottwale zwischen Fanø und Skallingen gestrandet. Am Samstag waren es bereits sechs. Leider sind alle Pottwale mittlerweile gestorben.

Aufgrund von Eis, Schnee und Stress für die Tiere warnen Behörden und Experten vor Annäherung. Also: Abstand halten!

Hinweis: Der Artikel vom 20.02.2026 wurde am 21.02.2026 und 22.02.2026 aktualisiert, siehe Updates weiter unten.

Gestrandeter Pottwal auf Fanø - Symbolbild
Das Wichtigste in Kürze:
  • Gestrandet: Am 20. Februar 2026 sind vier Pottwale zwischen Fanø und Skallingen gestrandet, von denen mindestens einer lebte noch. Am Samstag waren es bereits sechs Wale, mittlerweile sind leider alle gestorben.

  • Abstandspflicht: Die Behörden warnen vor Annäherung und bitten, Absperrungen zu beachten und Abstand zu halten.
  • Weitere Strandungen möglich: Laut Experten könnten im schlimmsten Fall noch 10 bis 15 weitere Pottwale auf Fanø stranden.
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+++ Update 22.02.2026, 20:00 Uhr +++

  • Alle Wale sind tot: Mittlerweile ist klar, dass alle sechs Wale bei Fanø gestorben sind. Ihnen wurden die Unterkiefer entfernt, damit diese nicht entwendet werden, sondern für Forschungszwecke verwenden werden können.
  • Drei Wale werden entfernt: Drei der sechs auf Fanø gestrandeten Pottwale müssen entfernt werden, da sie sich zu nah an Touristengebieten befinden. Dies teilte das Umweltministerium mit.

+++ Update 21.02.2026, 20:00 Uhr +++

  • Tod von drei Walen bestätigt: Die dänische Umweltschutzbehörde bestätigte gegenüber tvSyd, dass zwei Wale auf Fanø und einer am Skalling Strand tot sind. 
  • Pottwal in Sønderho lebt noch: Zwar lebt der Wal am Strand von Sønderho noch, er wird es aller Voraussicht nach aber nicht überleben. Er wird nicht durch Menschenhand getötet.

+++ Update 21.02.2026, 12:00 Uhr +++

  • Tod mindestens zweier Wale bestätigt: Henrik Lykke, ein Förster der dänischen Naturschutzbehörde, sagte gegenüber tvSyd, dass die Behörden bei Ebbe zu den gestrandeten toten Walen fahren würden, um den Kiefer des Wals für Forschungszwecke zu sichern.
  • Weiterer Wal auf Fanø verschwunden: Ein dritter Pottwal lag neben den beiden toten, ist aber inzwischen verschwunden, so Küstenwächter Michael Baun gegenüber tvSyd.
  • Weiterer Wal in der Nähe von Sønderho: In der Nähe von Sønderho ist ein Exemplar aufgetaucht. Ob es sich dabei um den Wal handelt, der sich fortbewegt hat, ist unbekannt.
  • Insgesamt sechs Wale gesichtet: Der Küstenwachenbeamte Chris Gade hat gegenüber tvSyd bestätigt, dass es nun sechs gestrandete Wale gibt. [korrigiert, siehe oben]
  • Nicht alle Wale tot: Unter den Walen, die bei Fanø gestrandet sind, befinden sich sowohl lebende als auch tote Wale. Dies teilte die dänische Umweltschutzbehörde mit.

  • Unklar, was mit den toten Walen geschieht: Michael Baun zu tvSyd: „Es wird spannend sein zu sehen, ob sie zerstückelt werden sollen oder ob man sie einfach nur liegen lassen sollte.“

Verhaltensregeln für Inselbesucher

Es wird darum gebeten, die Absperrungen zu beachten und einen ausreichenden Abstand zu den Walen einzuhalten. Eine Annäherung ist weder mit dem Auto noch zu Fuß oder mit dem Boot gestattet.

Zudem warnen Experten und die Polizei vor den Gefahren, die von Kälte, Eis, losem Schnee und Sand ausgehen können. Auch Stress bedeutet für die Tiere eine erhebliche Belastung, die durch den Abstand vermieden werden soll.

Es könnten noch weitere Pottwale auf Fanø stranden

Der Biologe Peter Teglberg Madsen, Professor an der Universität Aarhus, hält es für möglich, dass an der Küste von Fanø noch weitere Wale stranden. Gegenüber TV 2 sprach er von einer potenziellen Zahl von zehn bis fünfzehn zusätzlichen Tieren.

Seiner Einschätzung nach könnten sich noch weitere Tiere in der Nähe befinden. Diese seien in der Lage, die bereits gestrandeten Artgenossen zu hören. Sollten einige von ihnen noch am Leben sein, würden sie Laute von sich geben. Da Pottwale in sehr engen sozialen Verbänden leben, besteht die Gefahr, dass weitere Tiere den Rufen folgen, in flache Küstengewässer geraten und ebenfalls stranden.

Mögliche Ursache und Ausblick

Als mögliche Ursache gilt die sogenannte „Nordsee-Falle“: Vor allem junge Pottwal-Männchen verlassen ihr ursprüngliches, tiefes Habitat und geraten in die flacheren, nährstoffärmeren Bereiche der Nordsee. Von dort finden sie nicht mehr zurück in tiefere Gewässer. Ein solches Ereignis hat sich in der Vergangenheit bereits wiederholt.

Laut „Der Nordschleswiger“ ist eine Tötung der Tiere derzeit nicht geplant. Über das weitere Vorgehen entscheidet die zuständige Naturbehörde. Mögliche Maßnahmen sind eine Rückführung der Wale ins Meer oder das Abwarten des nächsten Hochwassers, das den Tieren die Rückkehr in tiefere Gewässer erleichtern könnte.

In den kommenden Tagen wird sich zeigen, ob weitere Tiere gesichtet werden und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen. Die zuständigen Behörden werden fortlaufend weitere Informationen und Einschätzungen veröffentlichen. Dieser Artikel wird dann ggf. aktualisiert.

Dieser Artikel basiert maßgeblich auf den Informationen dieser Quellen:

  • tvsyd.dk – Fire kaskelothvaler strandet ved vestkysten: Flere kan strande i morgen
  • nyheder.tv2.dk – Kaskelothvaler strandet ved Fanø 
  • nordschleswiger.dk – Vier Pottwale vor Fanø gestrandet – Rettungsteam im Einsatz
Über den Autor
Marco war das erste Mal auf Fanø als er gerade einmal sieben Monate alt war. Seit mehr als 25 Jahren kehrt der gebürtige Bremer so oft es geht zurück auf die Insel. Seit 2019 teilt er hier bei Fanø Reisen seine ungebrochene Begeisterung zur einzigartigen Nordseeinsel Fanø in aktuellen und zeitlosen Artikeln.
Autor Marco auf einer Bunkertour
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